Über Venen

Die Krampfadern in den Beinen sind eins der häufigsten Probleme der erwachsenen Population, besonders Frauen. Man ist der Meinung, dass fast 40% der Frauen über 30 mehr oder weniger an Krampfadern in den Beinen leiden. Die ersten aufbewahrten Schilderungen der Venenvarikositäten stammen aus dem antiken Hellas (Griechenland). Die seitdem fortschreitende Entwicklung der Medizin führt uns heute zur Kenntnis über Ursachen sowie über Möglichkeiten der Behandlung von Krampfadern.

Sie stellen nicht nur ein ästhetisches Problem dar. Die Beschwerden, die sie verursachen können, sind aufgequollene und schmerzende Beine, Entzündungen, Blutungen aus den Varikositäten. Eine auf lange Zeit versäumte Behandlung solcher Venen kann zur Änderung der Haut oder des subkutanen Gewebes führen, vor allem in den Unterschenkeln. Bräunliche Pigmentierungen der Haut, Verdünnung der Haut und Bildung von Geschwüren, die nur schwierig verheilen und zum Rezidivieren neigen, können die Folgen sein. All das soll zum genug wiegenden Grund werden, um mit der Behandlung so bald wie möglich anzufangen, zumal der ästhetische Effekt der Behandlung nur so positiv ist. Es sei an dieser Stelle nebenbei erwähnt, dass die subjektiven Beschwerden, die die Krampfadern hervorrufen, nicht unbedingt dem klinischen Befund proportional sein müssen.

Um bei der Behandlung der Krampfadern Erfolg zu haben, ist eine detaillierte klinische Untersuchung des Patienten erforderlich, die nicht nur die Untersuchung der Venen in den Beinen sondern einen kompletten vaskularen Status (Arterien und Venen) umfasst. Überdies sind auch andere gesundheitlichen Probleme in Betracht zu ziehen, an welchen der Patient möglicherweise leidet. Des Beispiels wegen, ein Patient, der neben Krampfadern auch eine Arterieninsuffizienz in den Beinen hat, setzt einen anderen Behandlungsalgorithmus voraus, als Personen, die einen normalen arteriellen Kreislauf in den Beinen haben.




 
Eine detaillierte Anamnese und klinische Untersuchung stellen den ersten Schritt zur entsprechenden Behandlung dar. Als nächster soll ein ausführlicher Doppler der Venen in den Beinen folgen, der zeigen wird, was für Änderungen im Venensystem den verkrampften Venen zu Grunde liegen. Erst nach solch einer sorgfältigen Vorbereitung kann man einen künftigen Behandlungsplan festlegen. 


Behandlung der Krampfadern 

Die moderne Medizin bietet einige Methoden zur Behandlung von Krampfadern. Die noch am meisten verbreitete, die in unseren Kliniken praktiziert wird, ist der klassische chirurgische Eingriff. Auf die längere Zeit bezogen ist es die Methode, die ausgezeichnete Resultate gibt und mit welcher man alle anderen Methoden vergleicht. Die Nachteile des klassischen Eingriffs sind allerdings vor allem die Invasivität und die sich hinziehende postoperative Verheilung. In den hochentwickelten Ländern hat man seit einigen Jahren den klassischen Eingriff durch die Behandlung mit radioaktiven Wellen und Laser ersetzt. Die Resultate einer solchen Behandlung sind mit der klassischen Methode durchaus vergleichbar, wobei der Eingriff dabei wesentlich weniger invasiv und die nachfolgende Verheilungzeit kürzer ist. Als Alternative zu den beiden genannten Methoden findet heute immer mehr die Sklerosierung am Einsatz. Dabei wird vor allem die Sklerosierung mit Schaum gemeint. Bei einer richtig gestellten Indikation gibt die Sklerosierung mit Schaum ausgezeichnete Resultate. Die auf den ersten Blick relativ einfache Technik hat leider zu manch unkritischer Anwendung gebracht. Einerseits haben sich mit der Sklerosierung mit Schaum mangelhaft eduzierte und ungenügend fachkompetente Personen befasst, anderseits wurde die Methode auch dort angewandt, wo sie medizinisch gar nicht indiziert war. Sich an die Prinzipien einer an den Beweisen gründenden Medizin ("evidence based medicine") haltend und auf Grund aller bisher bekannten Kenntnisse über die Heilung von Venen hat die Society for Vascular Surgery and the American Venous Forum 2011 Empfehlungen zur Behandlung von Krampfadern publiziert. So wird für die Behandlung von Teleangiektasien, retikulären Venen und Varikositäten die Sklerosierung mit dem flüssigen Sklerosierungsmittel, bzw. mit Schaum empfohlen, wobei man für die insuffizienten Venen saphena magna und parva die thermische (Radiofrequenzwellen oder Laser) Ablationstechnik empfiehlt. In solchen Fällen kann die Sklerosierung zur komplementären Art der Behandlung werden, indem man nach der erfolgten thermischen Ablation der trunkalen Venen die übrigen Varikositäten sklerosiert. Nach der thermischen Ablation und/oder der Sklerosierung wird die kompressive Therapie empfohlen. 

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