Radiofrequente Venenablation

Die radiofrequente Venenablation ist eine von den endoluminalen Behandlungsmethoden. Einen weltweit verbreiteten Einsatz findet sie seit mehr als 10 Jahre. Heute gilt sie als eine der auserwählten Methoden für die Behandlung der Insuffizienz der Vena saphena magna und Vena saphena parva (der meisten Ursachen der Venenverkrampfung in den Beinen).

In den letzten ein paar Jahren wurden Sonden vervollständigt, die die radiofrequenten Wellen emittieren, die in der Interaktion mit der Innenwand der Vene Wärme erzeugen und dadurch zur Destruktion und zum Verkleben der Veneninnenwand führen (RFITT – Radiofrequency Induced Thermotherapy). Das Ergebnis ist eine geschlossene Vene, die die Varikositäten nicht mehr füllt. Bei ersten Systemen der RFITT-Methode dauerte das eigentliche Verfahren ziemlich lange, manchmal sogar eine halbe Stunde. Eine Neuigkeit in der radiofrequenten Venentherapie hat die Firma Olympus (genauer gesagt, die deutsche Firma Celon im Besitz von Olympus) gebracht. Ihre Ingenieure haben ein System für eine schnelle RFITT – Methode entwickelt. Nach diesem Verfahren dauert die Behandlung zwischen 20 und 60 Sekunden. Am in Madrid 2007 abgehaltenen europäischen Kongress der Assoziation für die vaskulare Chirurgie, sowie in noch zwei in den weltweit eminenten phlebologischen Zeitschriften veröffentlichten Erörterungen wurden Resultate der internationalen Studie (an welcher sich auch dr. Ajduk beteiligte) veranschaulicht. Es hat sich herausgestellt, dass man mit Hilfe des schnellen RFITT-Systems die Insuffizienz der Oberflächenvenen in den Beinen mit ausgezeichneten Resultaten und bei einem ausgezeichneten ästhetischen Effekt behandeln kann.




Das Verfahren selbst ist relativ einfach. Die radiofrequente Sonde wird entweder perkutan oder durch einen kleinen Hautschnitt in die Vene geführt, wonach man unter Ultraschallkontrolle die Sondenspitze bis zu 2 cm unter der Mündung der Oberflächenvene in die Endovene platziert. Vor dem Anfang der radiofrequenten Ablation wird in die zu behandelnde Gegend die sogenannte tumeszente Anästhesie injiziert (ein verdünnter lokaler Anästhetikum). Neben ihrer analgetischen Funktion komprimiert die tumeszente Anästhesie mit ihrem Volumen die Vene, womit man einen optimalen Kontakt zwischen Sonde und der Veneninnenwand erzielt. Nachdem die Sonde an der entsprechenden Stelle positioniert ist und die tumeszente Anästhesie verabreicht wurde, beginnt die eigentliche RFITT-Behandlung. Die Sonde wird an einen entsprechenden Apparat angeschlossen, der die Sonde kontrolliert. Beim Drücken auf das Pedal beginnt die Sonde radiofrequente Wellen zu emittieren. Gleichzeitig zieht sich die Sonde mit einer Geschwindigkeit von 1,4 cm/Sek zurück. Den Verlauf der Behandlung kontrolliert der Apparat, der den Operateur mit Tonsignal informiert, ob das Zurückziehen der Sonde optimal verläuft. Ein großer Vorteil dieses schnellen RFITT-Systems gegenüber den anderen endovenösen Methoden liegt darin, dass es keine Überschreitung der abgesetzten Wärme zulässt, die thermisch andere Strukturen außer Vene, vor allem Nerven und Haut, beschädigen könnte. Wenn so eine Gefahr doch auftaucht, wird der Operateur mit einem geänderten Ton gewarnt und die Sonde schaltet sich selbst aus.

Abhängig von der Länge des behandelten Venensegments dauert das RFITT-Verfahren ungefähr eine Minute. Die übrigen Venenkonvoluten werden klassisch ausgezogen (durch die ein paar Millimeter breiten Inzisien mittels extra dafür designierten Hacken) oder mit dem Schaum sklerosiert.

Der Vorteil dieser Methode, im Vergleich mit dem klassischen "stripping" (Ausziehen der Vene mittels metallenem oder plastischem Draht, bzw. Sonde), liegt darin, dass die Vene physisch nicht ausgezogen werden muss, wodurch das Verfahren weniger traumatisierend erscheint.




In der vorhin genannten Studie wurden neben der objektiven Gegebenheiten (Dopplerkontrolle) auch subjektive Empfindungen der Patienten beobachtet. Fast alle waren äußerst zufrieden und haben sich geäußert, diese Methode ihren Freunden mit ähnlichen Problemen gerne zu empfehlen. Um solch gute Resultate zu erzielen und sich nachhinein zufriedener Patienten zu erfreuen, ist es unbedingt erforderlich, dass die behandelnden Operateure die entsprechende Edukation für die Anwendung der RFIT-Methode absolvieren.



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