Orthodontie (Kieferorthopädie)

Was ist Orthodontie? 

 

Das Wort kommt vom Griechischen orthos=richtig, einwandfrei und odontos=Zahn. Die Orthodontie, zu deutsch Kieferorthopädie, ist ein spezialistischer Zweig der Zahnheilung, der sich mit der Forschung vom Wachsen und von der Entwicklung der Kiefer, der Zähne und der orofazialen Region als Ganzes, sowie mit der Forschung der Entwicklungsstörungen, möglichen Ursachen und deren Heilung befasst.

Die Orthodontie umfasst die Diagnostik, die Vorbeugung und die Heilung der Malokklusien (Unregelmäßigkeiten in der Lage und im Verhältnis der Zähne). Die orthodontische Therapie ist wichtig, nicht nur wegen des schönen Lächelns, obwohl ein gesundes und schönes Lächeln für einen modernen Menschen ein Imperativ ist und seinem Selbstbewusstsein erheblich beisteuert, sondern auch wegen des ganzen dentalen Systems. Die unregelmäßige Lage der Zähne oder ein ungünstiges Verhältnis zwischen ihnen und den Kieferknochen kann zu Problemen mit den Kiefergelenken und Kaumuskeln führen. Die ungleiche Verteilung der Kaukräfte führt außerdem zum ungleichen Abrieb der Zähne und damit zur Beschädigung des ganzen Zahngefüges (Knochen, Zahnfleisch Ligamente). Die zusammengepressten Zähne erschweren die Reinigung und tragen wesentlich zum Entstehen von Karies und parodontischen Erkrankungen bei.


Erste Untersuchung beim Kieferorthopäden 


Den Kieferorthopäden sollte man bereits im siebenten Lebensjahr aufsuchen. In diesem Alter ist es möglich, einige kleinere Unregelmäßigkeiten zu berichtigen und eventuelle künftigen vorzuahnen. 


Frühzeitige orthodontische Therapie 

Das Ziel einer frühzeitigen Behandlung ist es, die Entwicklung von Anomalien zu verhindern, die zu einem größeren Problem wachsen könnten, das man später nur schwer lösen kann. Mit einem Eingriff im frühen Lebensalter kann man das spätere Ausziehen der bleibenden Zähne vorbeugen und die Unregelmäßigkeiten (verkehrter Biss oder Kreuzbiss) berichtigen, die ein normales Wachsen und eine normale Entwicklung der Kiefer verhindern könnten. In diesem Alter helfen wir außerdem dem Kind, die unangenehmen Gewohnheiten, wie Finger- und Lippenlutschen, Mundatmung, infantiles Schlucken wegzulassen. Die Behandlung erfolgt mittels verschiedener Geräte, abhängig vom vorhandenen Problem.




Erwachsene Patienten 

In der modernen Kieferorthopädie gibt es keine Altersgrenze für die Behandlung. Es gibt praktisch keinen wesentlichen Unterschied beim Schieben der Zähne zwischen den Erwachsenen und den Kindern. Bei Erwachsenen erfolgt die Behandlung ausschließlich mit festen Geräten. Da man bei Erwachsenen kein orthopädisches Schieben der Kiefer machen kann, kommt uns, besonders in den schwierigen Fällen, die orthodontische Chirurgie zur Hilfe. 

Die Behandlung der Erwachsenen können wir in folgende Phasen unterteilen: 

•  vorprothetische Orthodontie – da bringen wir die Zähne in die bestmögliche Lage, um bei der prothetischen Arbeit Erfolg zu haben. Wir schaffen uns genug Raum für Implantate oder schließen die durch die fehlenden Zähne entstandenen Lücken zu; 
orthodontisch-chirurgische Therapie – die Vorbereitung des Patienten für die orthodontische Chirurgie (bei Progenie, maxillaren Prognathie, ...); 
Behandlung für die Vorbeugung der Parodontose oder die Heilung der bereits vorhandenen Erkrankung - wir schließen die Zahnlücken zu, drücken die hervorgetretenen – protrudierten Zähne zurück, ziehen die zurückgetretenen – retrudierten nach vorne, machen orthodontisch geführte Knochenregenerierung (durch das Schieben der Zähne regenerieren wir und schaffen einen neuen Knochen auf den defekten Stellen); 
Behandlung bei einer traumatischen Okklusion und einem beschleunigten Abrieb der Zähne; 
ästhetische Behandlung (neben Ästhetik erzielen wir auch bessere Funktionsverhältnisse).



Spezialistische Untersuchung und Diagnostik 

Bei der ersten Sitzung beim Kieferspezialisten wird eine detaillierte Untersuchung und Analyse durchgeführt und ein Abdruck für Studienmodelle gemacht. Aufgrund der Modellanalyse, Orthopantomogramms und der Teleröntgenanalyse kann der Kieferorthopäde die richtige Diagnose  stellen und den künftigen Behandlungsplan festlegen. Es werden intraorale und extraorale Fotos gemacht, um später das Verhältnis zwischen Zähnen und Kieferknochen sowie das äußere Aussehen vor und nach der Behandlung vergleichen zu können. 



Behandlung mit dem festen orthodontischen Gerät 

In der modernen Kieferorthopädie unternimmt man die Behandlung der gestörten Zähne- und Kieferlagen nach dem Auswachsen von bleibenden Zähnen (zwischen dem zehnten und dreizehnten Lebensjahr) mit festen orthodontischen Geräten. Das sind orthodontische Vorrichtungen, die der Kieferorthopäde mittels adhäsiver Technik auf die Zähne bringt. Sie besteht aus Brackets (Klammern) und Drähten, die alle Zähne verbinden.

Die festen orthodontischen Geräte können im Bezug auf das verwendete Material wie folgt sein:

- metallen,
- ästhetisch (kompositen, keramisch, saphiren).

Im Bezug auf das funktionierende Mechanismus, d.h. wie der Draht in den Brackets verbunden ist, unterscheiden wir:

- konventionelle (bindende; der Draht wird in den Brackets mit Draht oder mit Gummiring befestigt);
- selbstbindende - selbstligierende (die Brackets sind mit einem Selbstbefestigungsmechanismus versehen, der den Draht selbst festbindet).





Vorteile der selbstligierenden Brackets sind: 

•  die Behandlungszeit wird erheblich gekürzt (verminderte Reibung zwischen Draht und Brackets und deutlich kleinere Spannkräfte) 
angenehmere Behandlung – ohne Schmerzen (wegen verminderter Reibung und kleinerer Spannkräfte) 

deutlich seltenere Kontrolltermine 

leichtere Mundhygiene 

deutlich weniger Bedarf an Entfernung bleibender Zähne, sogar bei starken Kompressionen (stark zusammengepressten Zähnen). 


In unserer Poliklinik bedienen wir uns neben der klassischen, festen orthodontischen Therapie (metallen und ästhetisch) auch der modernsten Systeme der selbstligierenden Brackets und der extrem elastischen thermoaktiven Drähte (IN-OVATION, DAMON clear, QUICK, T1). Damit erleichtern wir dem Patienten das Tragen des Gerätes und kürzen die Behandlungszeit um die Hälfte, im Vergleich zu der konventionellen Therapie. 

Linguale Technik 


Die fortschrittliche Technologie hat die Ausfertigung von kleinen, abgerundeten, selbstligierenden Brackets ermöglicht, die auf die Innenseite der Zähne angebracht werden und  eine Revolution in der festen orthodontischen Behandlung darstellen. 

Vorteile im Vergleich zu labialer Technik:

•  nicht sichtbar (weil an der Innenseite der Zähne angebracht)
deutlich wirksamer (die Brackets liegen dem Zentrum der Zahndrehung näher) und damit die Behandlungszeit kürzer (in 3 bis 6 Monaten)
angenehmer für den Patienten (die abgerundeten, kleinen Brackets irritieren die Zunge nicht)
leichte Reinigung (von Speicheldrüsen erreichbar)

 

In unserer Poliklinik wenden wir die fortschrittlichsten In-Ovation L linguale Brackets an, die an alle Zähne bogenweise oder nur an die ersten sechs Vorderzähne angebracht werden. 






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16.06.2014.

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